Schrannenhalle – Viktualienmarkt
August 8, 2020

Schrannenhalle

Die Schrannenhalle grenzt an den Viktualienmarkt und wurde früher als Getreidemarkt genutzt und beherbergt heute die erste deutsche Filiale der italienischen Feinkostkette Eataly. Erbaut wurde die Schrannenhalle ab 1851 von Karl Muffat und wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert demontiert und erst 2005 wiederaufgebaut.

Für viele Münchner war es eine Schande, dass die Fläche der Schranne als Parkplatz genutzt wurde und daher war die Freude groß, als 2005 die Halle wieder am alten Standplatz stand. Die Geschichte der Schrannenhalle endete zunächst, da der Großhandel 1912 in die neue Großmarkthalle verlegt wurde. Daher wurden Teile der Halle zwischen 1914 und 1927 demontiert und diente beim Gaswerk in Moosach als Lagerhalle. Durch Zufall entdeckte der Stadthistoriker Volker Hütsch die Reste der Halle und 1980 ergab ein Gutachten der TU München, dass ein Wiederaufbau möglich sei.

Als Schranne wird in Süddeutschland der Getreidemarkt oder Kornspeicher bezeichnet.

Schließlich dauerte es dann doch noch 25 Jahre bis auf dem als Parkplatz genutzte Platz die Schrannenhalle neu eröffnete. Zunächst hatten zahlreiche kleinere Geschäfte, Handwerker und Gastronomie ihren Platz in der Halle. 2009 übernahm ein neuer Betreiber die Schrannenhalle und startete 2011 mit einem neuen Konzept mit wenigeren Händlern und vielen Anbietern ohne Bezug zu Lebensmitteln. Auch dieses Konzept scheiterte und 2015 fand sich ein Mieter für die gesamte Halle.

Eataly in München

Die italienische Feinkostkette betreibt weltweit über 25 Filialen und eröffnete 2015 die erste Deutsche Filiale in der Münchner Schrannenhalle. Das Konzept besteht aus einem Marktbereich mit italienischen als auch bayerischen Herstellern, einem italienischen Restaurant mit wechselnden Spezialitäten aus unterschiedlichen Regionen Italiens und einer Kochschule im Untergeschoss. In einer Ecke der Halle befindet sich eine Verkaufsfläche des italienischen Fahrradherstellers Bianchi.

Pschorr – bayerisches Wirtshaus am Kopfende der Schrannenhalle

Wie der Name schon sagt, wird das Wirtshaus der Brauerei Hacker-Pschorr betrieben und bietet klassische bayerische Küche an. Für die exklusive Lage liegen die Preise der Speisen und Getränke in einer erwartbaren Höhe.

Am anderen Ende der Halle befindet sich die Zufahrt zur Tiefgarage der Schrannehalle.